• Home
  • Verein
  • Anfahrt
  • Kontakt
  • Impressum
  • Forum

Ernährung...


Wir möchten Sie mit dem Thema Rohfütterung bekannt machen:

BARF (Rohfütterung) kontra Fertigfutter

Diese Gegenüberstellung ist die Frage, die nahezu jeden Hundebesitzer irgendwann einmal plagt. Sei es wegen einer Unverträglichkeit gegenüber Inhaltsstoffen, die sich in zB Ohrenentzündungen manifestieren kann oder einfach weil Mensch mit der Fertigfutterindustrie nicht (mehr) zufrieden ist.

Die Rohfütterung ist so alt wie der Vorfahr unserer Hunde – der Wolf selbst. Bezüglich der an die des Wolfes angelehnten Ernährung unserer Haushunde mit rohem Fleisch, Obst und Gemüse scheiden sich die Geister – die Hersteller von Dosen- und Trockenfutter loben natürlich ihre Produkte und suggerieren, dass jeder Hund in jeder Mahlzeit alle Inhaltsstoffe zu sich nehmen muss. Dazu stelle ich die Frage in den Raum, wie Hunde vor der Entstehung des Fertigfutters vor etwa 60 Jahren ernährt wurden. Diese Hunde wurden – ganz entgegen den Behauptungen der Industrie – teilweise älter als unsere heutigen Hunde. Somit kann ihnen kein großer Mangel entstanden sein.

Der tatsächliche Durchrechnungszeitraum des Zuführens aller nötigen Vitamine, Spurenelemente, Kohlehydrate und Proteine beträgt etwa 4 Wochen. Oder essen Sie täglich alle Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe usw? Wohl eher kaum.

Nun zur Rohfütterung:

die Bezeichnung BARF stammt – wie so vieles – aus den USA, da bedeutet sie „born again raw feeders“, was soviel heißt wie „neu geborene Rohfütterer“ und wurde vor knapp 30 Jahren von Swanie Simon nach Europa gebracht. Diese übersetzte BARF mit „Biologisch artgerechtes rohes Futter“ und praktiziert diese Fütterungsmethode selbst an ihren Hunden, welche sie auch züchtet.

Die Rohfütterung ist einfacher als man denkt. Sicher gibt es Richtwerte, Tabellen und genaue Berechnungen. Diese sind jedoch für Umsteiger am Beginn ihrer BARF Karriere gedacht und müssen nicht – entgegen jedem Fertigfutter – exakt eingehalten werden. Vom Trockenfutter täglich um 30 Gramm zu viel und der Hund wird zur Kugel. Dabei ist er nicht einmal satt geworden! Wer kennt den hungrigen Blick des soeben gefütterten Lieblings nicht?

Ich beschreibe BARF immer mit „Kochen für den Hund“, was wieder nach großem Aufwand klingt. Ist es definitiv nicht, wenn man die Gegenüberstellung mit Dosenfutter macht. Diese sollte man ja vor dem Recyclingprozess auch auswaschen. So bald sich das Zubereiten der Mahlzeiten eingespielt hat, ist der Zeitaufwand kaum mehr als beim Dosenfutter. Natürlich ist der Zeitaufwand höher, als mit einem Becher Trockenfutter zu schöpfen. Mittlerweile kann ich diese Fütterungsmehode als eines meiner Hobbies ansehen. Es macht mir einfach Spaß, sich über „neue Rezepturen“ Gedanken zu machen und dann zu sehen wie gut es den Hunden schmeckt.

Liebe geht durch die Futterschüssel – und ich bin sicher, dass ein Hund merkt, mit welchem Gefühl man die Schüssel zum Verzehr des Inhaltes freigibt.

Man kann mit BARF sehr viel steuern, ob das nun Gewichtszu- oder -abnahme, Unverträglichkeit gewisser Inhaltsstoffe (werden weggelassen), Gaben von NATÜRLICHEN Arzneikräutern und vieles mehr angeht. Weil man es eben selber – für den eigenen Hund – zubereitet. Und das Schönste: der Hund hat das nötige Sättigungsgefühl bei einer Diät. Weil bloß ein Teil des Fleisches durch kalorienärmere Fleischsorten getauscht wurde. Schmeckt genau so lecker, ist aber dann „Diätfutter“. Zur Unverträglichkeit bestimmter Inhaltsstoffe: Sie würde auch Ihrem Kind nichts zubereiten oder verabreichen, wenn Sie wissen, dass es einen Ausschlag davon bekommt, oder?

Ein kleines Beispiel:

unser Rüde hatte permanent Ohrenentzündungen, die kaum mit den entsprechenden Medikamenten wegzubringen waren. Seit der Rohfütterung sind die Klappohren zwar öfters reinigungsbedürftig, aber entzunden sind sie nicht mehr.
Dies war das Ergebnis der Nahrungsumstellung und der Beigabe von Naturheilkäutern, welche der Wolf instinktiv in der Natur zu sich nehmen würde.
Die für den Hund nötigen „Gemüse“ werden beim Spaziergang gepflückt, einfach gekauft oder aus dem eigenen Garten entnommen.

Warum eigentlich Obst und Gemüse?

Da ein Hund „omnivorer Carnivore“ (Fleischfresser mit Pflanzenanteil) ist, reicht reines Fleisch im Gegensatz zur Katze nicht aus. Der Wolf (Hund) frisst auch Teile des Verdauungsapparates vom Beutetier mit, somit auch kleine Teile des Inhaltes wie Gräser, Obst usw). Fast jeder Hundebesitzer kennt das „Gras fressen“ seines Lieblings. Hunde würden – sofern sie dürften – auch Beeren und Kräuter fressen. Instinktiv, weil die Verdauung diese benötigt.

Es ist sicher schon vielen Fertigproduktfütterern aufgefallen, dass der Hund nach dem Fressen nicht träge ist – ganz im Gegenteil, manche fetzen durch die Gegend als hätten sie eine Dose Energydrink hinter sich.

Rohfütterer berichten dagegen, dass sich der Hund nach dem Fressen für ein Stündchen zurücknimmt und eine Mütze Schlaf nimmt. Die Verdauung braucht Blut, das für die Bewegung fehlen würde. Das kennen wir auch von uns Menschen. Nach einem guten Mahl wäre ein wenig Ruhen angesagt.

Mir beweist diese massive Verhaltensdifferenz, dass in den meisten Fertigfuttersorten irgendein Aufputschmittel enthalten sein muss. „Mein Hund ist ja so aktiv, seit er XY frisst“. FALSCH! Denn die meisten Erfahrungsberichte sagen aus, dass Hunde generell mit Rohfutter agiler sind. Nicht genau nach dem Fressen – das wäre unnatürlich. Verdauungsschlaf schadet nie. Dieser vermindert auch die Gefahr einer Magendrehung. Da von diesem Futter mehr vom Hund verwertet wird, reduziert sich der „Fallout“, also der Kotabsatz – erschrecken Sie bitte nicht, wenn die Häufchen gerade mal ein Viertel der gewohnten Menge ausmachen!

Auch das „agiler sein“ konnte ich nach der Umstellung auf Rohfutter an unseren Hunden beobachten. Des Weiteren zeichnen sich die Hunde seither mit einem schöneren Fell und fehlendem Mundgeruch aus.

Die Kosten von BARF:

nach den Kosten für ein Buch (Tipp weiter unten) und einem eventuellen Seminar werden Sie staunen, wie günstig gesunde Kost für den Couchwolf sein kann.

Ein Neuling auf diesem Sektor geht natürlich von Fleischpreisen im Supermarkt aus. Die Nachfrage nach rohem Fleisch für die Tiere steigt, somit gibt es bereits die ersten Anbieter, die entsprechende Qualitäten anbieten. Nehmen Sie von Kotelett, Schnitzel & Co Abstand und folgen Sie mir zum so genannten „guten“ Abfallfleisch wie Kopf- und Schlundfleisch vom Rind oder Krägen vom Huhn. Hier bewegt sich der Preis in ähnlichen Sphären wie die altbekannte Dose. Wir ernähren beide Hunde zusammengerechnet unter Einbeziehung aller Zusätze (Obst, Gemüse) mit etwa 1,10 Euro am Tag. Beide Hunde haben zwischen 20 und 25 Kilo Körpergewicht. Demnach würde ich auch einen Hund mit ca. 50 Kilo um den selben Preis verwöhnen können. Natürlich hängt der Preis vom jeweiligen Lieferanten ab. Sollten Sie Angler sein (und dabei auch Fische fangen *g) können Sie dem Hund öfter mal einen Fisch im Urzustand gönnen.

Wenn Sie hingegen eine Futterdose bis zur Tagesempfehlung drehen und zu rechnen beginnen, kommen oft ganz andere Summen heraus. Beim Trockenfutter ist es nicht viel anders. Ich habe etliche Dosen gefunden, die meinem damals 20 kg Rüden 1250 g täglich zumuteten. Diese Menge konnte er nie fressen, deswegen nahm er auch mehr ab als zu.

Was brauche ich für BARF?

Nun, eine Futterschüssel setze ich voraus. Ich empfehle zum Mischen des „6 Gänge in einem“ Menüs eine größere Schüssel – man erleichtert sich dadurch vieles. Eine freie Lade im Gefrierschrank schadet nicht, wir haben uns zu einem eigenen Hundetiefkühler entschieden. Weiters empfehle ich, einfach mit Herz und Verstand die Futterportionen zuzubereiten. Das waren die Anforderungen auch schon.

Kann man jede Rasse barfen?

Ja, definitiv! Ob Ihr Liebling 15 cm oder 80 cm Widerristhöhe hat, ist egal. Einzig die Menge des Futters ändert sich. Ob Yorki oder Leonberger, Malteser oder Mastiff – alle stammen vom Wolf ab.

Die Liste mit Unverträglichkeiten ist nachweislich mit der Produktpalette des Fertigfuttermarktes gewachsen. Und wenn man einmal „pflanzliche Polysaccharide“ auf dieser Liste entdeckt, weiß man nur als Halbchemiker, dass man Sägespäne verfüttert. Viele Trockenfuttererzeuger verwenden altes Frittenöl als Trennmittel (was man auch riecht), nur weil die Marge dadurch steigt. Wirklich fragen tut sich keiner ob es tiergerecht ist, Tiermehl aus der Kadaververwertung zu verfüttern.

Gibt es Nachteile?

Es kann sein, dass Ihr Hund anfänglich mit dünnerem Stuhl auf die Umstellung reagiert. Das ist meistens eine Entgiftungserscheinung des Körpers. Sollte es zu richtigem Durchfall kommen und dieser dauert länger als 3 Tage – konsultieren Sie bitte Ihren Tierarzt.

Ich hoffe, dass diese Zeilen Lust auf mehr Information zur Folge haben. Eine detaillierte Anleitung zu BARF gibt es in diversen Büchern. Ich empfehle „das Original“

B.A.R.F. Von Swanie Simon (Verlag Drei Hunde Nacht)

Die Lektüre von Büchern wird persönlich überbrachte Erfahrungen nicht ersetzen, ist aber immer wieder von Vorteil, um das Verständnis für die Materie zu fördern.

Wir bieten auch Seminare zum Thema Rohfütterung an. Termine ersehen Sie auf unserer Homepage.

Eine detaillierte Liste der „guten und schlechten Produkte“ ist ebenfalls zum Download verfügbar.

Ich danke Ihnen für das Lesen dieser Zeilen und wünsche Ihnen erfolgreiches BARFen und Ihrem Hund guten Appetit!

H. D.

Diese Zeilen sind als Information gedacht und sollen keinen anprangern, der sich - aus welchen Gründen immer - am Fertigfutterangebot bedient. Grundsätzlich empfehle ich eine Rücksprache mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens zum Thema Rohfüttern, sollte Ihr Hund Spezialfutter benötigen.

Calcium-Phosphor-Werte in Knochen

Calcium Bedarf Junghunde und Welpen
(Bei Verwendung eines Popupblockers bitte Strg-Taste und Mausklick)

Links

  • • Aktuellesupdate
  • • Kursangebot
  • • Termine
  • • Galerie/Videos
  • • Zucht / Züchter
  • • Welpen
  • • Gesundheit
  • • Links
  • • Gästebuch
  • • Mitglieder Bereich
  • • ÖBM-SHOP

Copyright © 2009. Privacy Policy | Terms of Use | XHTML | CSS

Ohne Zustimmung ist es verboten, Inhalte dieser Website im ganzen oder in Teilen zu nutzen oder zu verwerten.
Design by Horvath Ronald